Checkliste für effektive Besprechungen
Ein Überblick über Techniken für effektive Besprechungen, die Spaß machen und alle mitnehmen

Moderation wird nicht von der Leitung übernommen:
Das entlastet die Leitungsrolle und verhindert, dass Führungs- und Moderationsfunktion vermischt werden.
Das überträgt Verantwortung für die Besprechung ins Team.
Und verhindert Gewohnheitstrott.
Meistens wird die Moderation reihum im Team vergeben.
Check-in:
Ziel ist: alle kommen 1-mal zu Wort / alle können als Mensch ankommen / die Anderen wissen Bescheid...
Das ist oftmals Geschmackssache. In manchen Teams passt das nicht und wird als zu persönliche empfunden. Da reicht aber auch eine kurze Daumenabfrage: "Wie ist Dein Energielevel gerade?"
Wichtig ist, dass die Dauer dem Anlass entspricht: Zu Beginn eines Workshops oder nach einem spannungsreichen Ereignis kann der Check-in auch mal länger dauern und ein Raum für persönliches Mitteilen sein.
Für heitere Check-in Fragen kann man sich hier inspirieren lassen: www.tscheck.in
Check-out:
Ist immer gut, um das Wesentliche nochmals zu formulieren.
Ist besonders wichtig, wenn neue Praktiken in der Besprechung getestet werden und die Moderation Feedback und Wertschätzung - bekommen sollte.

Klare und visualisierte Agenda:
Alle können während der Besprechung sehen, wo man gerade steht.
Die Moderation muss die Agenda nicht im Kopf haben, sondern kann sich an der Struktur orientieren.
Durch die Verschriftlichung lassen sich Änderungen leicht vereinbaren.
So sieht es aus, wenn ein Team im Workshop eine neue Struktur für seine Besprechung plant...
Das Prokoll wird nicht im Nachgang (von der Leitung) aufwendig verfasst und per Mail verschickt.
Stattdessen werden die wichtigen Ergebnisse der Besprechung synchron in ein Dokument eingetragen, das für alle zugänglich ist.
Dafür gibt es neben der Moderationsrolle noch eine Rolle (Sekretär), welche die Ergebnisse dokumentiert.
Nur UPDATE:
"Was ist in Deinem Bereich, Projekt ANDERS oder NEU im Vergleich zur letzten Besprechung?"Das ist ein echter Quick Win.
Es wird nicht berichtet, was alles unter der Woche gemacht worden ist.
Es werden ausschließlich Neuigkeiten und Ergebnisse berichtet!
Das erfordert im Team das Vertrauen, dass alle ihr Bestes geben.
Wenn jemand die ganze Woche viel Mühe und Energie in ein Projekt gesteckt hat, dies jedoch noch keine Veränderung gebracht hat, ist es erlaubt zu sagen: KEIN UPDATE.
Das widerspricht zwar dem individuellen Bedürfnis, gerade dann mitzuteilen, wieviel man geleistet hat, spart aber enorm viel Zeit und Energie im Verlauf der Besprechung.
Offene Agenda:
Die Offene Agenda ist der Ort, an dem alle Themen im Team vor und während der Besprechung aufgelistet werden.
Der Schwerpunkt liegt hier darauf, dass jede einzelne Person ihre Themen dort nennen kann und soll.
Bearbeitet werden die Punkte dann mit der "Was-brauchst-Du?"-Frage. Siehe dazu auch folgenden Artikel...