Checkliste für effektive Besprechungen

Ein Überblick über Techniken für effektive Besprechungen, die Spaß machen und alle mitnehmen

, Berlin,

  • Moderation wird nicht von der Leitung übernommen:

    • Das entlastet die Leitungsrolle und verhindert, dass Führungs- und Moderationsfunktion vermischt werden.

    • Das überträgt Verantwortung für die Besprechung ins Team.

    • Und verhindert Gewohnheitstrott.

    • Meistens wird die Moderation reihum im Team vergeben.

  • Check-in:

    • Ziel ist: alle kommen 1-mal zu Wort / alle können als Mensch ankommen / die Anderen wissen Bescheid...

    • Das ist oftmals Geschmackssache. In manchen Teams passt das nicht und wird als zu persönliche empfunden. Da reicht aber auch eine kurze Daumenabfrage: "Wie ist Dein Energielevel gerade?"

    • Wichtig ist, dass die Dauer dem Anlass entspricht: Zu Beginn eines Workshops oder nach einem spannungsreichen Ereignis kann der Check-in auch mal länger dauern und ein Raum für persönliches Mitteilen sein.

    • Für heitere Check-in Fragen kann man sich hier inspirieren lassen: www.tscheck.in

  • Check-out:

    • Ist immer gut, um das Wesentliche nochmals zu formulieren.

    • Ist besonders wichtig, wenn neue Praktiken in der Besprechung getestet werden und die Moderation Feedback und Wertschätzung - bekommen sollte.

  • Klare und visualisierte Agenda:

    • Alle können während der Besprechung sehen, wo man gerade steht.

    • Die Moderation muss die Agenda nicht im Kopf haben, sondern kann sich an der Struktur orientieren.

    • Durch die Verschriftlichung lassen sich Änderungen leicht vereinbaren.

    • So sieht es aus, wenn ein Team im Workshop eine neue Struktur für seine Besprechung plant...

  • Das Prokoll wird nicht im Nachgang (von der Leitung) aufwendig verfasst und per Mail verschickt.

    • Stattdessen werden die wichtigen Ergebnisse der Besprechung synchron in ein Dokument eingetragen, das für alle zugänglich ist.

    • Dafür gibt es neben der Moderationsrolle noch eine Rolle (Sekretär), welche die Ergebnisse dokumentiert.

  • Nur UPDATE:
    "Was ist in Deinem Bereich, Projekt ANDERS oder NEU im Vergleich zur letzten Besprechung?"

    • Das ist ein echter Quick Win.

    • Es wird nicht berichtet, was alles unter der Woche gemacht worden ist.

    • Es werden ausschließlich Neuigkeiten und Ergebnisse berichtet!

    • Das erfordert im Team das Vertrauen, dass alle ihr Bestes geben.

    • Wenn jemand die ganze Woche viel Mühe und Energie in ein Projekt gesteckt hat, dies jedoch noch keine Veränderung gebracht hat, ist es erlaubt zu sagen: KEIN UPDATE.
      Das widerspricht zwar dem individuellen Bedürfnis, gerade dann mitzuteilen, wieviel man geleistet hat, spart aber enorm viel Zeit und Energie im Verlauf der Besprechung.

  • Offene Agenda:

    • Die Offene Agenda ist der Ort, an dem alle Themen im Team vor und während der Besprechung aufgelistet werden.

    • Der Schwerpunkt liegt hier darauf, dass jede einzelne Person ihre Themen dort nennen kann und soll.

    • Bearbeitet werden die Punkte dann mit der "Was-brauchst-Du?"-Frage. Siehe dazu auch folgenden Artikel...